ROBERT STADLOBER
Singt und liest Kurt Tucholsky
Zur Festival-Eröffnung spielt und singt Schauspieler und Musiker Robert Stadlober seine Interpretationen von Gedichten von Kurt Tucholsky, am Akkordeon sein Freund und Wegbleiter Daniel Moheit. Stadlober, geboren in Friesach/Kärnten und bekannt durch zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen, zieht mit seinem behutsamen und augenzwinkernden Vertonungen Parallelen von der Weimarer Republik zur Gegenwart. Es geht es vordergründig um Themen des Alltags, dahinter schwingt Tucholskys beißende Kritik an der Heuchelei und saturierten Bequemlichkeit des (Klein-)Bürgertums mit, das der aufkeimenden Nazi-Diktatur den Boden bereitet hat.
Parallel zu seinen Vertonungen hat Robert Stadlober im Berliner Verbrecher Verlag eine Auswahl von Tucholsky-Gedichten herausgegeben und mit einem Vor- und Nachwort versehen.
In der Regie von Bernd Liepold-Mosser verköperte Robert Stadlober am Klagenfurter Stadttheater die Hauptrolle in der Produktion „Amerika“, die 2011 mit dem Nestroy Theaterpreis ausgezeichnet wurde.
„Robert Stadlober versieht die Tucholsky’schen Figuren mit allen guten Gaben: geballter Ironie, einem Hauch von Zärtlichkeit. Diese famose Platte ist wie ein kurzes Innehalten“ (Der Standard).
„Stadtlober vertont zurückhaltend, lässt ihrem sprachlichen Rhythmus Raum und interpretiert uneitel und klar. Das haut einen um, weil man so versteht, was Literatur tatsächlich vermag. Kauft das alles. Es ist wichtig.“ (Musikexpress)